Zum Inhalt springen

Kategorie: wmdedgt

wmdedgt – 05.10.2020

wmdedgt bedeutet “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag” und entspringt einer Idee von Frau Brüllen, die seit vielen Jahren beliebt und erfolgreich ist. Am 5. jeden Monats schreiben Mitglieder der Gattung Homo blogensis einfach auf, was sie an diesem Tag so getan und erlebt haben.

Seit Samstag sind wir aus dem Urlaub (Allgäu) zurück und der zweite Teil des Bergs “Schmutzwäsche” wartet heute Vormittag darauf bezwungen zu werden. Daneben gibt’s noch ein paar andere Dinge im Haushalt zu erledigen und nach der “Zwangspause” von meiner Gitarre muss ich natürlich ein wenig Krach fabrizieren. Nicht allzu lange, denn während des Urlaubs wurden in das Infosystem vom Rat eine Menge Dokumente neu hochgeladen und es gibt jetzt Berge zu lesen bzw. wenigstens zu überfliegen, weil wir heute Abend schon Fraktionssitzung zur Vorbereitung von zwei Ausschüssen in dieser Woche haben. Ich muss das Ganze jetzt anders angehen als zuvor, denn bislang war ich lediglich Fraktionsmitarbeiter und als Hinzugewählter ohne Stimmrecht in einem Ausschuss tätig. Durch den Rückzug einer Fraktionskollegin bin ich nun plötzlich Ratsherr und das ist ein Ehrenamt dem ich natürlich gerecht werden will. Als spätes Mittagessen habe ich den Rest vom gestrigen Gulasch und ich bin heilfroh, dass ich nicht auch noch was kochen muss.

Zurück zu den Ratsinfos… tiefe Konzentration auf die Dokumente will mir aber nicht so recht gelingen. Meine Schwiegermutter (96) ist während unseres Urlaubs ins Krankenhaus eingeliefert worden. Zum Glück war meine Schwägerin vor Ort und hat sich super um alles gekümmert. Allerdings ist der körperliche und geistige Zustand von Schwiegerma mittlerweile so schlecht, dass sie jetzt in ein Pflegeheim umziehen muss. Meine Schwägerin und die Superehefrau machen jetzt gerade den Umzug und da ist klar, dass meine Gedanken oft abschweifen. Morgen werde ich sie in ihrem neuen Zuhause besuchen.

Dann fällt mir ein, dass ich für Mittwoch TÜV, ASU und Inspektion vereinbart und zusätzlich das Update fürs Navi bestellt habe. Das Ding ist sieben Jahre alt und mittlerweile leicht “verwirrt”. Ich überschlage mal die Kosten und sehe vorsichtshalber nach, ob auf dem Konto nach dem Urlaub noch genug Geld für den “Spaß” verfügbar ist. Dürfte noch ohne “Sparbuchplünderung” durchrutschen.

Jetzt werde ich noch im Garten die Dependance der Wetterstation mit neuen Batterien versorgen und mir eine kleine Brotzeit herrichten. Danach geht’s zum Sport, den ich trotz der vielen Aktivitäten in der Allgäuer Natur vermisst habe. Wieder heim, duschen und umziehen, dann zur Fraktionssitzung. Ich hoffe, dass ich bis 22:00 zurück sein werde und mir die Superehefrau dann in Ruhe erzählen kann wie der Tag mit ihrer Ma heute gelaufen ist.

Kommentare geschlossen

wmdedgt – 05.05.2020

wmdedgt bedeutet “Was machst Du eigentlich den ganzen Tag” und entspringt einer Idee von Frau Brüllen, die seit vielen Jahren beliebt und erfolgreich ist. Am 5. jeden Monats schreiben Mitglieder der Gattung Homo blogensis einfach auf, was sie an diesem Tag so getan und erlebt haben.

Die Supergattin arbeitet seit ein paar Monaten nur noch drei Tage in der Woche und am Dienstag ist der Wecker jetzt mucksmäuschenstill. Wie jeden Tag gibt’s den ersten Becher Kaffee gleich im Bett. Nach den üblichen Renovierungsarbeiten geht’s ganz gemütlich an den Frühstückstisch. Ich bin so glücklich, dass das jetzt an vier Tagen in der Woche möglich ist!

Nach dem Frühstück erledige ich Papierkram, was sich länger hinzieht als gedacht. Danach schnell zur Apotheke, um ein Rezept einzulösen, das schon seit Freitag hier rumliegt. Die Supergattin ist zum Markt, unter anderem um frischen Mangold zu holen, den gibt’s heute Abend. Für mich bringt sie Möhren, Lauch und Hähnchenbrustfilet vom Maishähnchen mit, denn morgen koche ich. Solange sie noch unterwegs ist übe ich ein wenig Gitarre. Derzeit hat der Maestro mal ein ganz anderes Stück verordnet, als das was wir sonst so anstellen. Max Mutzke – Can’t Wait Until Tonight. Nicht so unbedingt meine Musik, aber wenn ich es spiele macht es doch mächtig Spaß. Da ich ein außerordentlich hochbegabter und zugleich spätberufener Gitarrist bin, klingt es noch recht, äh, sagen wir, ungewöhnlich. Plötzlich klingelt es an der Tür und ein Mensch preist seine Handwerkskünste an; er will unsere Auffahrt, die zugegeben in die Jahre gekommen ist, ganz neu aussehen lassen. Fünf Arbeitsschritte, Garantie, alle Beläge weg, bla bla. Ich bin nett und lehne mit großem Bedauern ab.

Danach machen wir ein kleines Mittagspäuschen, mittags essen wir nie viel. Ich bin nach vier Nächten mit schlechtem Schlaf reichlich k.o. und mache danach gleich die Augen zu. Kein Wunder, dass das Powernapping extrem powermäßig ausfällt und ganz locker ein Stündchen dauert. Schließlich raffe ich mich auf und betrete mit wilder Entschlossenheit den Garten. Wir haben seit letztem Jahr auf der Südwestseite mit einem blöden Kraut im Rasen zu kämpfen, das sich unerbittlich ausbreitet. Wir sind nicht an einem besonders akkuraten Rasen interessiert, aber das Zeug ist wirklich potthässlich und extrem zäh. Vertikutieren bringt nichts. Die Wurzeln sind wie dünner Rettich und verdammt tief. Jetzt hat’s uns gereicht. Nachdem wir schon ein paarmal gewütet hatten, ist heute der Rest dran. Ich hab’s geschafft. Das Ergebnis ist ein Rest von Wiese, ein Streifen Steppe (ja, die zwei Dürresommer) und eine Kraterlandschaft wie nach einem Artillerieangriff. Die schlimmsten Trichter hab ich mit Mutterboden aufgefüllt und schon Grassamen verteilt. Mal sehen wie das in acht Wochen aussieht.

Die Supergattin war inzwischen auf dem Friedhof und bei ihrer Ma, die auf die 96 zusteuert und momentan geistig nach und nach abbaut. Über dieses Thema könnte ich ein eigenes Blog schreiben. Ich lasse es lieber.

So, nun sitze ich hier und schreibe, werde gleich noch in einer von meinen Threemagruppen was posten, zwei der von der Supergattin genähten Atemschutzmasken waschen und dann auf das Abendessen mit dem frischen Mangold lauern. Er wird mir nicht entkommen. Dann wird auf der Couch gechillt bis um 20:00 eine Webkonferenz beginnt, an der ich in Sachen Ehrenamt teilnehmen werde. Danach Betti.

Kommentare geschlossen